das war es auch schon mit meinem Spanisch, und überhaupt ist Chilenisch sowieso ganz anders, etwa so wie bayrisch - oder schwäbisch? ;-) Egal, sie reden sehr schnell, sprechen das "s" nicht aus, also "do" statt eigentlich "dos", bzw. "gratia" anstelle von "gratias", usw. aber da ich eh kein spanisch spreche, fällt mir das auch nicht weiter auf...
Meine erste Woche ist vorbei, die 4 Stunden Zeitverschiebung habe ich auch gut überlebt, und gesehen habe ich auch schon viel.
Mein Professor aus Potsdam war die letzte Woche auch da, um neue Projekte zu besprechen und auch die Arbeit des Doktoranden anzusehen, mit dem ich auch zusammenarbeite. Dadurch hab ich schon mal einen kurzen Blick auf meine Forschungsgebiete werfen können, welche so 3,5 bis 4 Stunden Fahrt mit dem Auto weg sind, gen Norden. Dort gibt es auch ganz niedliche Tiere ;-), wie dieses hier z.B.
Das andere Gebiet ist ein Eukalyptuswald, der nächsten Juni wahrscheinlich gefällt wird. Wie sieht so ein Wald aus, hmm reiche ich nach, sobald etwas spektakuläres im Wald passiert. Mein Haus ist angleblich von deutscher Architektur wie so vieles hier, was ich aber leider nicht beurteilen kann, also das mit meinem Haus. Ich wohne direkt bei einer deutschen Schule, und auch sonst heissen viele deutsch, die Strassen, Läden, meine Familie heisst z. B. Schmidt, meine Gastmutter Ingrid. Auch das Bier ist deutsch - Kunstmann, "das gute Bier", dann gibt es hier auch auf der Speisekarte viele Altbekannte wie Apfelstrudel, Kuchen, Gulasch.... also man kann sich fast wie daheim fühlen. So jetzt schreib ich weniger und zeig erstmal Bilder, das hier ist mein Haus, könnt ihr selber urteilen ob das nun deutsche Architektur ist oder nicht:
Die allgemeine Küche, in dem immer brav um 13 und 19 Uhr während der Woche gemeinsam gegessen wird
am Wochenende ist das ganze dann sehr entspannt, mit Mittagessen gegen 3 und 4 Uhr, Abendessen dann um 9 Uhr. Insgesamt wohnen hier 6 Studenten, alle samt 19 und 20, also Studienbeginner und die eigenen 4 Kinder des Ehepaares, 2 Söhne und 2 Töchter. Allesamt macht keiner das gleiche, komplett andere Richtungen aber alles praktische Berufe, nix mit Forschung, man will ja später auch Geld verdienen. z.B. Tierarzt, Jura, medizinsche Feinmechanik, Landwirtschaft.... alles mit dabei.
Zur Komplettierung des ersten Eindrucks/Posts noch ein Bild von der Arbeit und eins vom Strand :-),
wo ich mir heute doch ein bisschen die Arme verbrannt habe, das Ozonloch ist ja dieses Jahr auf Rekordgröße gewachsen , und da ich noch südlich von Perth bin, muss ich also aufpassen - ich weiss, ist auch nicht so schlimm gewesen (http://earthobservatory.nasa.gov/Newsroom/view.php?id=35803).
Der Strand bei Niebla ist 20 Min mit dem Bus entfernt und die Fahrt kostet 50 cents.
Niebla ist recht simpel, noch nicht wirklich touristisch ausgeprägt, aber einen Eiskaffee habe ich trotzdem gefunden, wollte zwar eigentlich einen Kaffee mit Milch, aber wie das mit einer neuen Sprache immer so ist....
Zum Schluss, weils so schön ist noch der Blick von "meinem" Garten auf die Stadt, Valdivia ist etwa so gross wie Potsdam, man kann also schon gut was unternehmen. Essen und Trinken ist so im Schnitt ein knappes 1/3 billiger, Klamotten dafür sag ich mal die Hälfte.
4 comments:
mh, Sonne...Strand... billige Klamotten...kaum Arbeit, kurz: DU ARSCH ;-) Schön das es passt. Werd bei der ersten Feuerzangbowle auf dem Weihnachstsmarkt auf dich anstoßen.
si hallos christian,
klasse die Infos. Tolle Fotos.Bin gespannt auf mehr.Pass`auf das sch... Ozonloch auf.(wie kann man auf ein Loch aufpassen? wirs Du schon hinkriegen)
Viele liebe Grüße aus dem doch recht frischen Stuttgart.
Inhabitato del Bebelstraße
Aber Hallo,
Wälder holzen in Chile, machst du wohl um unsere Wälder zu schonen, gelle ? Aber du hast dich verraten. Auf dem einen Bild ist eine astreine Goldwaschanlage zu sehen. Von wegen Diplomarbeit, du bist dort um Kohle zu machen. Deinen Claim hast du abgesteckt, ein paar arme Bergbauern rekrutiert und du hast endlich Zeit deinen regelmässigen Essenszeiten nachzugehen. Das Gold waschen dann deine Laibeigenen. Ganz schön cool. So jetzt haben wir dich erwischt. Und wir glaubten doch tatsächlich du tust was für deine Bildung. Und zwischen deinem magenfüllenden Zeitvertreib gehst du spazieren und machst schöne Fotos oder trinkst Kaffee. Hört sich alles sehr lässig an. Was machst du denn mit dem vielen gefällten Holz ? Fängst du an zu schnitzen und machst nen Touristand auf ? Viele Grüße von uns allen aus dem Bertholdweg, Jan
Moinsen,
da hast Du ja eine nette kleine Deutsche Enklave gefunden. Ich hoffe die Käsespätzle sind so gut wie in Stuggi ;-)
Hol Dir keinen Sonnenbrand und genieß die Zeit. Knut
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